Dienstag, 19. Februar 2019

Abreise aus Japan

Mein gesamtes Hab und Gut, welches ich wieder mitbringe. 
Heute ist der letzte Tag, an dem ich hier in Japan bin. Die Reise zum Flughafen verlief größtenteils problemlos, ich habe mich nur kurz in Tokio verlaufen (Ueno ist und bleibt verwirrend). Hier habe ich dann noch SIM und Krankenkassenkarte zurück geschickt, bevor ich zu Abend aß und durch die Kontrolle ging.

Da habe ich dank des Hetzens der Mitarbeiter die Hälfte der Dinge vergessen, auszuziehen / rauszunehmen / darauf hinzuweisen. Meine Aufenthaltsgenehmigung wurde durchlocht und jetzt sitze ich vorm Gate und trinke einen Kakao. Der Flug nach Istanbul wird ganz schön dauern und dort habe ich auch rund 5 Stunden Aufenthalt. Dann sind es aber nur noch 3 Stunden Flug, bis ich endlich wieder zu Hause bin.

Meine letzte Mahlzeit auf japanischem Boden, die Luxusvariante des immer verfügbaren Mensaessens :-D.

Sonntag, 17. Februar 2019

Abschiedsfeier mit Mitbewohnern und dem Labor

Die Rohmaterialen des Gerichtes: Kartoffeln,
Fleisch und Lauch.
In der letzten Woche hatte ich meine beiden Abschiedsfeiern und die restlichen Vorbereitungen. Zuerst habe ich mit meinen Freunden und (leider nur einem) meiner Mitbewohner im Wohnheim gefeiert und da ein typisch saarländisches Gericht zubereitet: Dibbelappes.

Die Wahl lief hauptsächlich darauf, da ich die Zutaten hier halbwegs auftreiben konnte, aber trotzdem den Japanern unbekannt ist. Die Konsistenz hab ich nicht ganz hingekriegt, aber es schmeckte trotzdem gut und mein Nachbar wollte das Rezept haben :-D.

Das fertige Gericht, ich habe auch noch Apfelmus
dazu gekauft.
Auch sonst war die Feier sehr schön, wir haben viel über die Erlebnisse und die Unterschiede zwischen Japan, Deutschland und Finnland geredet.

Am nächsten Abend fand die Abschiedsfeier von meinem Labor statt, zu der aufgrund schlechter Organisation auch nur wenige kamen. Die Wichtigsten (mein Professor und die Studenten mit denen ich viel gearbeitet habe) waren aber da. Ich hatte auch eine kleine Rede vorbereitet, die den anderen gut gefiel.
Am Freitag habe ich den Bericht abgegeben und mich von allen im Labor verabschiedet, da waren auch ein paar mehr da. Es war ein merkwürdiges Gefühl, das letzte Mal den Campus zu sehen (das ich sogar zweimal hatte, da ich schon am Donnerstag dachte, nicht mehr dorthin zu müssen). Von der Koordinatorin des Programmes habe ich mich ebenfalls verabschiedet und wir haben so eine Viertelstunde noch geredet.

Gepackt habe ich jetzt auch schon viel, da es übermorgen ja zurück geht und ich deswegen morgen schon mal die Koffer wiegen möchte. Vom Platz her hab ich alles reinbekommen, ich hoffe, dass die Masse auch passt.

Ein Blick über Sendai bei Nacht, auf dem Rückweg von der Laborparty.

Mittwoch, 13. Februar 2019

Abschluss von DnD und weitere Abreisevorbereitungen

Im Moment haben wir das DnD-Abenteuer beendet, mit einem fulminanten Kampf in den Wolken! Die Gruppe hat überlebt und einen möglichen Weg aus dem drohenden Bürgerkrieg gefunden, bevor die schwebende Insel auf der sie leben auf einmal gegen Boden sinkt.

Ansonsten hatte ich viel mit den weiteren Abreisevorbereitungen zu tun. Vieles ist jetzt erledigt, aber zum Beispiel das Bankkonto muss noch geschlossen werden. Meine Abschiedsfeier vom Wohnheim ist morgen Abend und die Feier des Labors am Tag drauf. Mein Professor hat sich auf Nachfrage auch gemeldet und schickt mir morgen die korrigierte Version meines Abschlussberichtes (2 Tage vor Abgabetermin ^_^'').

Vollkommen realisiert, dass ich in einer Woche im Flugzeug zurück sitze, habe ich aber noch nicht.

Mittwoch, 6. Februar 2019

Taiko und der COLABS-Vortrag

Das Geburtstaggeschenk meines
Nachbarn, eine Essplatte.
Die letzte Woche war sehr geschäftig, da ich meinen Vortrag vorbereiten musste. Dieser lief gut, es war aber ein ziemlich langer Tag, da alle Mitglieder des Programms ihre Forschung vorstellen mussten. Es waren hauptsächlich Ingenieure und das Wort "neuronale Netzwerke" fiel ebenfalls oft.

In der Woche davor konnte ich an einem Taikoworkshop, die japanische Trommel, teilnehmen. Der war sehr interessant und hat viel Spaß gemacht. Nach der Stunde bekamen wir auch ein kleines Privatkonzert des Lehrers und seiner Frau, sie spielte Flöte.

Ansonsten habe ich die erste Version meines finalen Berichtes fertiggestellt und meinem Professor geschickt. Ich bin mal gespannt, was da an Korrekturen zurückkommt!


Montag, 28. Januar 2019

Klausuren und mein Geburtstag

Ein Schneemann, den es in die
Nähe des Wohnheims verschlagen
hat.
Wie angekündigt habe ich die letzte Woche Klausuren geschrieben und mich auf den kommenden Vortrag vorbereitet. Die Prüfungen liefen meiner Einschätzung nach in Ordnung, ich bin aber auf alle Fälle froh, dass sie durch sind!

Der Testvortrag heute war auch ganz gut, aber ich muss irgendwo noch 5 Minuten an Material streichen. Am Freitag ist das dann nochmal dran, da aufgrund der zwei Vorträge die Untergruppensitzung verschoben wurde.

Wir haben auch die Einteilung der Vorträge bekommen und ich habe die Ehre, den ersten zu halten. So früh morgens schlafen wahrscheinlich alle Anwesenden und ich noch zu 3/4, wird also spannend ;-).

Außerdem ist heute mein Geburtstag, den ich aber dank des langen Tages an der Uni noch nicht groß feiern konnte. Dafür hatte ich ein spannendes Handballspiel zum Tageswechsel gesehen und von meinem Nachbarn überraschenderweise ein kleines Geschenk bekommen! Auch hab ich natürlich Grüße aus der Heimat erhalten, über die ich mich sehr gefreut habe.

Das Frühstück nach der Klausur: der übliche Reis, Tofu, Suppe und "Krautsalat" mit einem
Krabbenfleischomelett. Dank mangelnder Alternativen wurde das die Wahl und es war auf
alle Fälle exotisch. Allerdings eher nicht so mein Ding, Frühstück ist in Japan für mich
immer noch merkwürdig.

Montag, 21. Januar 2019

Vorbereitungen auf Praesentation und Klausuren

Letzte Woche bin ich nicht dazu gekommen, groß etwas zu unternehmen, da ich mit der Vorbereitung auf die anstehenden Klausuren beschäftigt war. Außerdem musste ich den Vortrag für das IRTLab, also die Präsentation meiner Ergebnisse vor den anderen Austauschstudenten, und ein Abstract dazu vorbereiten. Dank eines Templates und der Frage nach "Social Impact" meiner Forschung darin, war das nicht so einfach, aber ich bin inzwischen damit fertig.

Heute war der letzte normale Sprachkurstermin, morgen geht es in die Kanjiklausur und nächste Woche Montag in die (wichtigere) Grammatikklausur. Abgesehen davon muss ich dann nur noch meinen Abschlussbericht fertigschreiben, im Labor ist ja nichts mehr zu tun.

Dienstag, 15. Januar 2019

"Martinsfeuer" am Schrein

Wieder mal der Eingang, diesmal mit einer
langen Schlange am Reinigungsbecken.
Auch diese Woche gab es eine besondere Veranstaltung am Schrein, die zufällig mit dem "Tag der Erwachsenen" zusammenfiel. Das ist ein Feiertag, an dem alle 20-jährigen den Eintritt in das Erwachsenenleben feiern, die Zeremonie am Schrein hatte damit aber nicht direkt etwas zu tun.

Außerhalb davon wurden am Donnerstag noch unsere Schränke ausgetauscht, aus uns unbekannten Gründen. Sind jetzt etwas größer und aus dunkelbraunem Holz gezimmert.

Ein Teil der Zeremonie besteht aus einer
Prozession von knapp bekleideten Männern
(und mehr bekleideten Frauen) zum Schrein.
Am Schrein war diesmal noch mehr los, es waren schon fast Verhältnisse wie auf der gamescom! Anscheinend ist der ganze Bezirk dort aufgetaucht um sich das große Feuer anzuschauen. Das war nämlich die Hauptattraktion, ein großer Haufen mit den Wunschzetteln des vergangenen Jahres, die im neuen Jahr verbrannt werden müssen. Natürlich stand die Feuerwehr direkt daneben.

Aufgrund der Menschenmassen gab es auch nur Einbahnstraßen, durch die man bestimmt geleitet wurde. Insbesondere als das Feuer gezündet wurde gab es sogar Gedränge!

Rechts hinter der Menschenmasse kann man
den Haufen an Zetteln sehen.
An den Rändern der Wege standen wieder viele Stände, die Essen und Souvenirs verkauft haben. Da gab es auch ziemlich große Okonomiyaki, die gebratene Kohlmischung. Und natürlich wie immer auf den Festen Frankfurter Würstchen ;-). Ich habe aber dank folgendem Abendessen dort nichts gekauft.

Das Feuer war erstaunlich kühl, man konnte ziemlich nah heran gehen ohne was zu spüren. Es brannte auch mindestens anderthalb Stunden, so lange bin ich dort geblieben.

Das Ende der Prozession im Schrein, ich weiß
aber nicht genau, was dort geschah.
Heute habe ich tatsächlich die letzten Kanji des Kurses gelernt, da übermorgen die Wiederholung und nächste Woche die Klausur ist. Der Grammatikkurs geht aber noch bis übernächste Woche, pünktlich an meinem Geburtstag ist die Klausur ;-). Ansonsten habe ich halt an Abstract, Report und Präsentation gearbeitet.

Das entzündete Feuer, ich vermute, dass sie auf den Sonnenuntergang gewartet haben.
Ein weiterer Blick in den Schreininnenraum, hier sieht man auch wie viele Glocken +
Spendenboxen für den Anlass aufgestellt wurden.
Eine Nahaufnahme des schon etwas abgebrannten Feuers später am Abend.