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Ein Markerstein am Eingang des Schreingeländes von Tokufuji. |
Nachdem ich am vorigen Tag den Nordosten abgearbeitet hatte, ging es diesmal in den Südwesten. Das hauptsächliche Ziel war "Fushimi Inari-Taisha", ein berühmter Schrein, in dem viele Torii, die meist roten Eingangstore zu den Schreinen zu sehen sind.
Auf dem Weg bin ich allerdings noch an dem Tokufujitempel vorbeigekommen, eine große Anlage die zwischen meinem Hostel und Inari-Taisha liegt. An diesem Tag hat es immer wieder etwas geregnet, was mir zwar nichts ausmachte, aber dank Regentropfen auf der Linse das Fotografieren erschwerte.
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Auf dem Gelände gibt es auch ein paar weitere Moosgärten. |
Neben dem Hauptschrein, der in einem gedämpften weiß und braun gehalten ist, gibt es kleinere Seitengebäude und zwei alte Holzbrücken, die in Kyoto eine Sehenswürdigkeit sind. Überall sind Bäume gepflanzt, die dem Sturm sogar standgehalten haben :-D. Dank des Regens war aber auch hier nicht besonders viel los, nur ein paar andere Touristen, die sich die Gebäude anschauten.
Den Fußweg zu Inari-Taisha war etwas länger, als ich es auf der Karte abgeschätzt hatte, unter anderem auch, weil ich mich etwas in den kleinen Gassen verlaufen hatte.
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Eines der Nebengebäude am Eingang der Anlage. |
Schließlich erreichte ich aber den Strom an Touristen, der zu dem Schrein floss. Schon bevor man das eigentliche Gelände von Inari-Tashi betritt, sieht man das eine oder andere Tor in verschiedensten Größen. Hier waren auch viele kleine Souvenirläden und Essensstände, man war also auf Besucher eingestellt. Da mich zu diesem Zeitpunkt der Regen jedoch anfing zu nerven, kaufte ich mir einen Schirm, der das Leben stark vereinfachte.
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Die alte Holzbrücke, auf der linken Seite gibt es noch eine zweite. |
Hier war wieder alles im vertrauten Rot gehalten und die Wegweiser, unter anderem in Englisch, führen einen ziemlich direkt zur Hauptattraktion: einem Tunnel aus Torii, der zu einem kleinen Schrein führt. Hier war nun wirklich Stau, insbesondere am Ende, da sich alle Besucher auf einen kleinen Raum zwängten. Was dabei nicht half, und ich schade fand, war, dass der Bergpfad immer noch abgesperrt war. Dieser führt eigentlich auf den Gipfel des Berges in der Nähe des Schreins und auf dem ganzen Berg sind weitere Torii. Trotzdem ist das ein sehr sehenswerter Ort, so etwas habe ich noch nirgends sonst gesehen.
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Der Blick seitlich aus der Brücke auf ihre Schwester auf der anderen Seite der Schlucht. |
Da ich zu diesem Zeitpunkt noch etwas Zeit übrig hatte, der Berg war ja nicht drin, habe ich mich nach weiteren Attraktionen in der Umgebung umgesehen. Da ich zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht in den Genuss meiner Burg gekommen bin, machte ich mich auf den Weg zur Burg Fushimi, die noch weiter im Südosten liegt. Diese liegt wie viele Burgen natürlich auf einem Berg, sodass ich doch noch in den Genuss eines Aufstiegs kam.
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Das Hauptgebäude von Tokufuji, vom nördlichen Eingang aus gesehen. |
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Hier war keine Menschenseele mehr zu sehen, erst als ich schon ein gutes Stück gelaufen bin, traf ich auf ein paar Schüler, die mich verwundert beäugten. Anscheinend kommen da eher selten Touristen hin, wobei meine ewig quietschende Kameratasche wohl ihr übriges getan hat. Schließlich ging es durch ein kurzes Waldstück zu der Burg.
Das erste, was mir dort auffiel, war, dass das Eingangstor zur Hälfte aus den Angeln gehoben war. Drumherum stand eine Absperrung mit dem üblichen Sturmschadenschild. Auf dem Rest des Geländes waren jedoch keine großen Schäden zu sehen, nur das Hauptgebäude war geschlossen.
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Ein anderer Blickwinkel auf das Gebäude, nach links geht es wieder nach draußen. |
Trotzdem hat mir die Burg sehr gut gefallen, der Stil ist doch schon sehr anders, als die europäischen Varianten. Insbesondere der Burgfried ist kunstvoller gearbeitet, und äußerst gut restauriert worden. Inwiefern das Gebäude wirklich einst als Bastion verwendet wurde, weiß ich aber nicht.
Als ich fertig war, wurde es wieder Abend, sodass ich mich wieder auf den Rückweg und auf die Suche nach einem Abendessen machte.
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| Ein Tor, dass auf dem gleichen Gelände, wie das Hauptgebäude ist. |
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| Ein paar Steintorii, die sich aber immer noch in Tokufuji befinden. |
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| Und einmal in groß, diesmal aber am Eingang zum Toriischrein. |
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| Und das ist der eigentliche Eingang mit den ersten Ständen an der Seite. |
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| Das größte Tor auf dem Gelände, im Hintergrund kann man noch ein zweites sehen. |
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Überall in dem Schrein stehen auch diese Statuen, die japanische mythologische Wesen darstellen. |
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| Das Hauptgebäude in der Anlage, aber die meisten Touristen halten sich im hinteren Bereich auf. |
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| Der Weg zum Pfad, auf dem sich die ganzen Torii befinden, bewacht von weiteren Statuen. |
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| Der düstere Toriitunnel, vorne spaltet er sich in Hin- und Rückweg. |
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Und so sieht es in dem Tunnel aus, wäre ich ein wenig größer gewesen, hätte ich mich ab und zu ducken müssen. |
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| Es gibt die Torii auch in Kleinformat ;-). |
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| Der abgesperrte Weg zum Gebirgspfad, links steht in Katakana übrigens "Fernseher" :-D. |
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| Ein Ausblick über Kyoto vom Berg, auf dem die Burg steht, aus. |
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| Das Burgtor,die Mauer ist hier zwar nicht sichtbar, aber existiert. |
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| Hier kann man die Mauer und den Markierungsstein davor sehen. |
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| Der Burgfried, das Herzstück der Befestigung. |
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Hier sieht man auch den vorgelagerten Garten der Anlage, in dem hauptsächlich Büsche zu finden sind. |