Mittwoch, 26. Dezember 2018

Die Weihnachtsfeier der Deutschen

Die Zutaten für das Weihnachtsessen mit
einem Teil der Deko.
Über die letzten Tage war ich hauptsächlich an der Uni um an meinem Bericht weiterzuschreiben, aber Weihnachten rückte stetig näher. Zum Glück war Heiligabend auch ein Feiertag, sodass wir eine Weihnachtsfeier veranstalten konnten. Letztendlich kamen auch nur Deutsche dahin :-D.

Das Ganze fand im Aobayama-Wohnheim statt, neben dem naturwissenschaftlichen Campus, in der Küche einer Kommilitonin. Wir waren auch einige Personen, sodass wir einen zusätzlichen Tisch brauchten, der Schreibtisch eignete sich ganz gut dafür. Ich habe noch geholfen, Gemüse zu schnippeln, den Rest haben die Anderen übernommen.

Ein anderer Blickwinkel auf die Dekoration,
nachdem die Tischdecke bezogen wurde.
Zu Essen gab es Kaninchenschenkel in einer auf Rotwein basierenden Soße (aber ausgekocht) mit gemischtem Gemüse und selbstgebackenem Brot. Vorher aßen wir eine Karottensuppe und der Nachtisch bestand aus Mascaponecreme. Es war alles sehr lecker und auch genug da, am Ende war eine Portion noch übrig, die wir der Gastgeberin überließen.

Gewichtelt wurde auch über eine niederländische Website, auf der man auch anonym die Empfänger des Geschenkes befragen konnte. Ich bekam zwei Packungen Tee, die ich noch probieren muss, aber bestimmt sehr gut sind :-). Was ich verschenkt habe, sag ich aber nicht, um anonym zu bleiben ;-).

Das Hauptgericht, Kaninchen mit Gemüse und
Brot. Die Gabel musste ich mir ausleihen, da
ich nur Stäbchen besitze.
Abends ging es mit der vorletzten U-Bahn und Fahrrad zurück. Ich habe die Stadt noch nie so leer gesehen, ich war tatsächlich die einzige Person auf der Straße. Heute und morgen muss ich aber leider in die Uni, da Weihnachten ja kein Feiertag ist.

Allen, die das lesen auch noch (möglicherweise nachträglich) frohe Weihnachten! Über die Winterferien habe ich vor, ein paar Tagesreisen zu machen, da wird es also auch genug zu tun geben.

Dienstag, 18. Dezember 2018

Weihnachtsdekoration in Sendai

Im Hauptbahnhof gibt es einen etwas größeren
Adventskalender, der von allen Japanern
bewundert wird.
Letzte Woche ist einiges passiert, also fange ich am besten wohl am Anfang an.

Die Weihnachtsdekoration der
Haupteinkaufsstraße, erstaunlich dezent im
Vergleich zum Hauptbahnhof.
Am Montag habe ich meinen Forschungsbericht vor der Arbeitsgruppe gehalten. Da es um die Messdaten seit meinem Arbeitsbeginn ging, musste ich für meine Verhältnisse das Tempo hochschrauben und ein paar Dinge verkürzt darstellen. Mit der Zeit bin ich zum Glück hingekommen und die Präsentation wurde auch gut aufgenommen. Was die unbekannten Signale bedeuten, konnte mir aber niemand sagen.


Am darauffolgenden Tag war dann die Jahresabschlussfeier (忘年会 Bounenkai auf Japanisch) des Labors, für die wir alle zusammen Essen gegangen sind. Das war in einem traditionellen japanischem Restaurant und es gab, wie bei solchen Anlässen üblich, viele kleine Gänge hintereinander. Das Essen war ziemlich lecker und eine gute Mischung aus allem, was es hier in Sendai so gibt. Während der Party sollten wir alle auch die drei größten Ereignisse des letzten Jahres beschreiben, wofür ich die größten Ausflüge gewählt habe. Ich habe auch einige der anderen Geschichten verstanden, zum Beispiel, dass ein Masterstudent einen hohen Rang in einem Videospiel erreicht hat.

Es gibt hier tatsächlich einen kleinen
Weihnachtsmarkt mit angeschlossener
Eisbahn.
Am Freitag Abend war ich dann mit einem Mitbewohner im Kino (dem neuen "Fantastische Tierwesen"), zum Glück auf Englisch! Es gab zudem japanische Untertitel, was ein ungewohntes Gefühl war, da ich es eher andersherum gewöhnt bin :-D. Der Film war sehr gut und das Kino gemütlich. Erstaunlicherweise sind alle Japaner während des Abspanns sitzen geblieben, auch hier greift anscheinend die allumfassende Disziplin ;-). Anschließend waren wir dann noch in einem hawaiianischen Restaurant, das im gleichen Gebäude wie das Kino ist.

Am Wochenende war ich dann noch in der Innenstadt um Weihnachtsgeschenke zu kaufen und mir die Beleuchtung anzusehen. Sieht alles ganz hübsch aus und es gibt tatsächlich sogar einen kleinen Weihnachtsmarkt.

Montag, 10. Dezember 2018

Nikolausparty

Endlich mal wieder selbstgebackene
Kekse :-D!
Im Laufe der letzten Woche war ich hauptächlich mit der Vorbereitung meines Vortrages heute beschäftigt, sodass ich am Wochenende nicht viel von der Außenwelt sah ;-). Hat sich aber gelohnt, der Vortrag lief sehr gut und jetzt habe ich erstmal frei :-D.

Trotzdem gab es einen Lichtblick am Donnerstag Abend: die Nikolausparty einer Austauschstudentin zu der gefühlt das halbe Programm eingeladen war. Es gab Kekse, Kuchen, Musik, Wichteln und Glühwein. Um letzteren habe ich mich gekümmert, was dazu führte, dass ich den ganzen Abend am Herd stand und dort das Gebräu zusammenmischte. Hat trotzdem Spaß gemacht, konnte dort mit Leuten reden und alle waren sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Die Fachschaftsweihnachtsfeiern haben sich also wohl bezahlt gemacht, was die Glühweinproduktion angeht :-D!

Morgen Abend gehe ich auf die Jahresabschlussfeier meiner Arbeitsgruppe und am Wochenende möchte ich mich mal wieder in die Innenstadt schlagen und das japanische Weihnachtsfeeling erleben.

Wenn man keinen Backofen hat, muss halt der Reiskocher hinhalten. Und das ging dank
beschichteten Töpfen erstaunlich gut!
Und am Wochenende gab es hier den ersten Schnee, es ist jetzt auch regelmäßig unter 0°C,
sodass ich den Wintermantel herausgeholt habe.

Sonntag, 2. Dezember 2018

Übersicht der letzten Wochen

Der Herbst in allen seinen Stufen
nebeneinander, in dem Fall auf dem Campus.
Da ich über die letzten Wochen die Reisebeiträge abschließen wollte, habe ich nicht allzu viel von den Geschehnissen hier erzählt. Deswegen hole ich das hier mal ein wenig nach.

Es gab immer wieder ein paar kleinere Partys, sei es von der Arbeitsgruppe, dem Wohnheim oder einer studentischen Gruppe. Da habe ich noch mehr Leute getroffen, hauptsächlich aber keine Japaner, sondern Chinesen, Vietnamesen und andere Austauschstudenten. Man merkt wirklich, dass inzwischen viele in Aobayama wohnen, die Partys haben deutlich weniger Teilnehmer. Macht aber trotzdem viel Spaß :-D.

Ein anderer Blick vom Campus, in dem Fall
auf die Sporthalle und den Fahrradparkplatz.
In dem Wohnheim hat sich ein bisschen was getan und ändert sich noch. Wir bekamen nämlich einen Lautsprecher, der blutrot leuchtet und durch den das Management-Office Durchsagen machen kann. Ist echt schräg, wenn da was ankommt und man noch im Bett liegt. Außerdem bekommen wir ab kommende Woche elektronische Schlösser, die man nur noch mit einer Karte öffnen kann und ich muss die erste Wohnungsinspektion vorm Auszug organisieren. Die zweite ist am Auszugstag.

"Hot Pot", man wirft also alles was an Fleisch
und Gemüse existiert, rein und kocht es zu einer
Suppe.
Im Labor habe ich eine Menge an zusätzlichen Messungen gemacht und mit meinem Professor besprochen. Die Ergebnisse dieser stelle ich am 10. Dezember vor. Da das zusammen mit meinen Ergebnissen von letztem Semester sehr viel ist, musste ich den Vortrag arg kürzen. Jetzt sollte es aber ok sein, morgen in der Gruppensitzung gehe ich die Sachen nochmal mit der Gruppe durch.

Die letzten Messungen liefen am Freitag und liefen zu 80% gut. Am Ende hatten wir aber etwas übersehen, sodass ich letztendlich doch bis spätabends bleiben musste. Zusammen mit Labor aufräumen, Probenhalter säubern und Lebensmittel einkaufen war ich dann deutlich später als sonst zuhause.

Auch hier gibt es anscheinend den
Nikolaus, aber einen Stiefel habe
ich nicht gekauft :-P.
Japanisch läuft ganz gut, ich habe die Zwischenklausuren hinter mir. Kanji lief sogar besser als erwartet und ich merke auch, dass ich inzwischen deutlich mehr um mich herum lesen kann! Aber viel Spaß macht mir das Auswendiglernen immer noch nicht :-P-.

Für Dezember ist es immer noch unglaublich warm, im Moment sind tagsüber ungefähr 10°. Manchmal geht es sogar auf 17° hoch! Aber die Japaner laufen schon alle in dicken Pullovern und mit Schals herum, wir Deutsche haben im Japanischunterricht inzwischen schon den Ruf, keine Kälte spüren zu können :-D.

Ansonsten läuft alles wie gehabt, meine DnD-Gruppe kommt gut voran und allzu lange dauert es ja gar nicht mehr, bis ich wieder zurück bin. Es ist echt faszinierend, dass ich schon über 8 Monate hier bin.

Und das ist der "wundervolle" Weihnachtsbaum in der Mensa, mit
ungewohnt viel Pink.

Montag, 26. November 2018

Urlaub Kyoto VI: Das Mangamuseum und die Rückreise

Die Mauer der größten Burg in Osaka, hier
gibt es sogar ordentliche Burggräben ;-).
Die Bilder diesen Eintrags sind alle aus Osaka, da ich aus Kyoto an diesem Tag keine Bilder gemacht habe. Das hat nichts mit meiner Faulheit zu tun (:-P) sondern damit, dass ich den ganzen Tag im Mangamuseum war. Und dort darf man aus kopierschutzrechtlichen Gründen keine Bilder machen.

Auch hier sind mittelalterliche Befestigungen
und moderne Hochhäuser nah beieinander.
Das Museum selbst ist wirklich großartig! Es ist in den Räumlichkeiten einer alten japanischen Grundschule und sämtliche Gänge sind mit Bücherregalen vollgestellt, in denen eine riesige Menge an Manga aufgereiht sind. Und man darf und soll alles herausnehmen und lesen! Natürlich sind die Werke in Japanisch, nur am Anfang gibt es eine kleine Abteilung mit internationalen (auch deutschen) Übersetzungen.

Nachdem ich mir alles angesehen hatte, inklusive einer Ausstellung über den Machprozess eines Manga sowie in Gips verewigte Hände berühmter Mangazeichner, schnappte ich mir ein Buch, "Yuyu Hakusho", und machte mich ans Lesen. Das hat Spaß gemacht und auch funktioniert, aber ich habe mich bei meiner Lesegeschwindigkeit wie in der Grundschule gefühlt!

Der Aufgang zum Eingangstor der Burg.
Das Ganze hat den Großteil des Tages in Anspruch genommen, danach habe ich noch ein wenig die Atmosphäre der Stadt genossen und Abendessen gesucht. Nachts ist Kyoto wirklich wunderschön.

Eine Sache hat die Idylle jedoch etwas gestört: mein Rückflug nach Sendai stand auf wackligen Füßen. Der Flughafen in der Nähe von Osaka wurde ja stark von dem Taifun beschädigt und immer noch sind nicht alle Flüge gegangen. Zusätzlich fuhr die Bahn nicht mehr zum Flughafen, dafür wurde ein Shuttlebus eingerichtet, für den man aber früh vor dem Flug anwesend sein sollte.

Auch in der Burg gibt einen Schrein, der aber
mit denen in Kyoto nich mithalten kann ;-).
Deswegen bin ich recht früh abgereist um mir noch die größte Burg in Osaka anzuschauen. Mit meinem Koffer im Schlepptau ging es zu der Mauer und in den Innenhof hinein. Sie ist deutlich größer als alle, die ich bisher hier gesehen habe und der Eingang ist ziemlich verwinkelt. Auf dem Platz des Burgfriedes steht auch ein Hotel, welches wie eine europäische Burg geformt ist, was ich etwas unpassend fand. Trotzdem auf jeden Fall sehenswert!

Anschließend ging es zum Flughafen, die Zugfahrt war ereignislos und der Shuttleverkehr lief deutlich flüssiger, als es sich im Internet angehört hatte. Deswegen hatte ich genügend Zeit und konnte mich an dem kleinen Flughafen noch ein wenig umsehen.

Der Burgfried in Osaka, ich bin immer noch
beeindruckt, wie kunstvoll diese hier
gearbeitet sind.
Was dann dazu führte, dass ich von der Flughafenpolizei befragt wurde ;-). Die haben dort eine Routineüberprüfung gemacht und mir die üblichen Fragen gestellt: wo komme ich her, warum bin ich in Japan, an welcher Uni, usw... Waren aber unglaublich nett und freundlich, so einen Service würde ich mir z.B. in Amerika auch wünschen.

Der Flug verlief auch reibungslos und so habe ich auch mal den Flughafen von Sendai gesehen. Der ist ein wenig außerhalb, aber es gibt eine direkte Bahnverbindung zum Hauptbahnhof, was die Rückreise sehr komfortabel gestaltete.

Und noch ein letztes Bild von Kyoto, die Flusspromenade am Abend. Das Wasser ist übrigens
vielleicht gerade knöcheltief und unglaublich klar.

Sonntag, 18. November 2018

Urlaub Kyoto V: Die kaiserlichen Paläste

Das erste Gebäude, das man auf dem Gelände
sieht, es ist das Gästezimmer.
An meinem zweiten Tag in Kyoto hatte ich mich für eine Führung durch die kaiserlichen Gebäude und Gärten angemeldet. Ich hatte Glück noch einen Platz zu bekommen und es gab sehr eindeutige Anweisungen, wann man sich wo einfinden sollte. Pro Tag gibt es drei oder vier Führungstermine für bis zu 15 Teilnehmer. Ohne eine solche Führung darf man das Gelände auch nicht betreten.

Bei der Führung waren hauptsächlich Japaner dabei, aber auch Chinesen, Amerikaner und ich Deutscher :-D. Die Leiterin hat nur in Japanisch gesprochen, für alle, die das nicht verstehen gibt es Audioguides. War praktisch, aber einmal ging die Route etwas anders, sodass die Anweisung aus dem Guide und die der Leiterin sich unterschieden haben.
Der hintere Abschnitt des Gebäudes, es ist
recht groß.

Der Großteil der Anlage besteht aus einem Garten mit einem großen Teich in der Mitte. Man umrundet bei der Führung letztendlich diesen Teich, auf den sich der Kaiser und seine Frau fahren lassen können. Um das Gewässer herum sind auch die ganzen Gebäude angelegt, von dem Gästehaus über einen Schrein bis zum Teehaus. Die Gebäude selbst kann man aber nicht betreten.

Auf der rechten Seite befindet sich einer der
Piers, an denen der Kaiser mit dem Boot
übersetzen kann.

An dem Tag hat es zwar nicht mehr geregnet, aber es war ziemlich bewölkt. Trotzdem war der Garten sehr schön und auch anders als die, die ich bisher gesehen hatte. Er ist deutlich offener, mit einem längeren Steinstrand am Teichufer.

Die Führung selbst war teils etwas hektisch und die Leiterin hat wenig Rücksicht auf Leute genommen, die langsamer gegangen sind. Bei manchen Motiven hätte ich mir gerne mehr Zeit genommen, aber es ging schon.

Diese Brücke war das Ziel der ersten Etappe
der Führung. Wenn ich mich richtig erinnere
hat ein Kaiser sie für seine Frau bauen lassen.
Nach Ende der Tour war es schon früher Nachmittag, aber es gibt ja noch einen zweiten Palast! Für diesen benötigt man keine Anmeldung und es gibt auch keine Führung. Dort sind die Ställe und Quatiere der wichtigsten Adligen zu finden. Den Informationsplaketten nach haben jene sehr oft eine Variante von Fußball gespielt um seine Majestät zu unterhalten. Und zwar in Roben mit langen Ärmeln!

Hier waren deutlich mehr Gebäude und weniger Garten, außerdem war der Weg vorwärts eindeutig ausgeschildert. Viel war nicht los, sodass ich mir hier Zeit nehmen konnte, um alles in Ruhe anzuschauen.

Der Steinstrand am Teichufer, auf der linken
Seite befindet sich die Brücke.
Als ich mit diesem Palast fertig war, habe ich mich noch schnell auf den Weg zu den nordwestlichen Schreinen gemacht, damit ich auch wirklich alles in der näheren Umgebung gesehen hatte. Zu dem Zeitpunkt war es aber schon recht spät, was dazu führte, dass ich der einzige Besucher war :-D. Waren auch hübsche Gebäude und Gärten aber zu diesem Zeitpunkt hatte ich ja sehr viele Exemplare in Kyoto gesehen.

Am Abend machte ich mich auf die Suche nach etwas zu essen und bin mehr oder weniger zufällig in ein kleines japanisches Restaurant gegangen. Dort hatte ich das beste Essen meines ganzen Urlaubs: Sukiyaki, eine dickflüssige Suppe mit Pilzen und Rindfleisch, die man mit Udon zusammen isst. Die Bedienung war ebenfalls sehr nett und hat sich sehr darüber gefreut, dass ich mit ihr Japanisch gesprochen habe :-).

Ein Blick von der anderen Seite der Brücke auf den Steinstrand.
Ein weiteres Bild von dieser Seite, ein wenig weiter vom Ufer weg.
Das Ende des Teichs mit einer Insel in der Mitte, auf der der Kaiser sich angeblich früher
manchmal aufgehalten hat.
Das Teehaus auf dem Gelände, welches aber schon länger nicht mehr verwendet wurde.
Das Eingangstor des anderen Palastes, wobei der Besuchereingang woanders ist.
Die Ställe für die kaiserlichen und allgemein adligen Pferde, heutzutage steht das Gebäude
leer.
Der Durchgang zum zweiten Teil der Anlage im vertrauten Rot.
Ein weiteres großes Gebäude, dass ich aufgrund des limitierten Platzes nicht ganz aufs Bild
bekommen habe.
An diesem Gebäude finde ich die schwarz-weiße Abstützung sehr hübsch.
Natürlich wäre der Palast ohne seinen eigenen Teich und Garten nicht vollständig ;-)-
Hier war es etwas schattiger, was zusammen mit dem Moos und flachem Wasser ein
interessantes Motiv ergibt.
Der Bereich in dem die nordwestlichen Tempel liegen, hier sind viele kleine abgeschlossene
Bereiche.
Hier stehen auch viele alte Bäume, die nachts bestimmt für eine gruselige Stimmung sorgen.
Dank des langen geraden Weges kann man gut die Fluchtpunktperspektive üben :-D.

Montag, 12. November 2018

Urlaub Kyoto IV: Der Toriischrein und Burg Fushimi

Ein Markerstein am Eingang des
Schreingeländes von Tokufuji.
Nachdem ich am vorigen Tag den Nordosten abgearbeitet hatte, ging es diesmal in den Südwesten. Das hauptsächliche Ziel war "Fushimi Inari-Taisha", ein berühmter Schrein, in dem viele Torii, die meist roten Eingangstore zu den Schreinen zu sehen sind.

Auf dem Weg bin ich allerdings noch an dem Tokufujitempel vorbeigekommen, eine große Anlage die zwischen meinem Hostel und Inari-Taisha liegt. An diesem Tag hat es immer wieder etwas geregnet, was mir zwar nichts ausmachte, aber dank Regentropfen auf der Linse das Fotografieren erschwerte.

Auf dem Gelände gibt es auch ein paar weitere
Moosgärten.
Neben dem Hauptschrein, der in einem gedämpften weiß und braun gehalten ist, gibt es kleinere Seitengebäude und zwei alte Holzbrücken, die in Kyoto eine Sehenswürdigkeit sind. Überall sind Bäume gepflanzt, die dem Sturm sogar standgehalten haben :-D. Dank des Regens war aber auch hier nicht besonders viel los, nur ein paar andere Touristen, die sich die Gebäude anschauten.

Den Fußweg zu Inari-Taisha war etwas länger, als ich es auf der Karte abgeschätzt hatte, unter anderem auch, weil ich mich etwas in den kleinen Gassen verlaufen hatte.

Eines der Nebengebäude am Eingang der
Anlage.
Schließlich erreichte ich aber den Strom an Touristen, der zu dem Schrein floss. Schon bevor man das eigentliche Gelände von Inari-Tashi betritt, sieht man das eine oder andere Tor in verschiedensten Größen. Hier waren auch viele kleine Souvenirläden und Essensstände, man war also auf Besucher eingestellt. Da mich zu diesem Zeitpunkt der Regen jedoch anfing zu nerven, kaufte ich mir einen Schirm, der das Leben stark vereinfachte.

Die alte Holzbrücke, auf der linken Seite gibt
es noch eine zweite.
Hier war wieder alles im vertrauten Rot gehalten und die Wegweiser, unter anderem in Englisch, führen einen ziemlich direkt zur Hauptattraktion: einem Tunnel aus Torii, der zu einem kleinen Schrein führt. Hier war nun wirklich Stau, insbesondere am Ende, da sich alle Besucher auf einen kleinen Raum zwängten. Was dabei nicht half, und ich schade fand, war, dass der Bergpfad immer noch abgesperrt war. Dieser führt eigentlich auf den Gipfel des Berges in der Nähe des Schreins und auf dem ganzen Berg sind weitere Torii. Trotzdem ist das ein sehr sehenswerter Ort, so etwas habe ich noch nirgends sonst gesehen.

Der Blick seitlich aus der Brücke auf ihre
Schwester auf der anderen Seite der Schlucht.
Da ich zu diesem Zeitpunkt noch etwas Zeit übrig hatte, der Berg war ja nicht drin, habe ich mich nach weiteren Attraktionen in der Umgebung umgesehen. Da ich zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht in den Genuss meiner Burg gekommen bin, machte ich mich auf den Weg zur Burg Fushimi, die noch weiter im Südosten liegt. Diese liegt wie viele Burgen natürlich auf einem Berg, sodass ich doch noch in den Genuss eines Aufstiegs kam.

Das Hauptgebäude von Tokufuji, vom 
nördlichen Eingang aus gesehen.

Hier war keine Menschenseele mehr zu sehen, erst als ich schon ein gutes Stück gelaufen bin, traf ich auf ein paar Schüler, die mich verwundert beäugten. Anscheinend kommen da eher selten Touristen hin, wobei meine ewig quietschende Kameratasche wohl ihr übriges getan hat. Schließlich ging es durch ein kurzes Waldstück zu der Burg.

Das erste, was mir dort auffiel, war, dass das Eingangstor zur Hälfte aus den Angeln gehoben war. Drumherum stand eine Absperrung mit dem üblichen Sturmschadenschild. Auf dem Rest des Geländes waren jedoch keine großen Schäden zu sehen, nur das Hauptgebäude war geschlossen.

Ein anderer Blickwinkel auf das Gebäude,
nach links geht es wieder nach draußen.
Trotzdem hat mir die Burg sehr gut gefallen, der Stil ist doch schon sehr anders, als die europäischen Varianten. Insbesondere der Burgfried ist kunstvoller gearbeitet, und äußerst gut restauriert worden. Inwiefern das Gebäude wirklich einst als Bastion verwendet wurde, weiß ich aber nicht.

Als ich fertig war, wurde es wieder Abend, sodass ich mich wieder auf den Rückweg und auf die Suche nach einem Abendessen machte.

Ein Tor, dass auf dem gleichen Gelände, wie das Hauptgebäude ist.
Ein paar Steintorii, die sich aber immer noch in Tokufuji befinden.
Und einmal in groß, diesmal aber am Eingang zum Toriischrein.
Und das ist der eigentliche Eingang mit den ersten Ständen an der Seite.
Das größte Tor auf dem Gelände, im Hintergrund kann man noch ein zweites sehen.
Überall in dem Schrein stehen auch diese Statuen, die japanische mythologische Wesen
darstellen.
Das Hauptgebäude in der Anlage, aber die meisten Touristen halten sich im hinteren Bereich auf.
Der Weg zum Pfad, auf dem sich die ganzen Torii befinden, bewacht von weiteren Statuen.
Der düstere Toriitunnel, vorne spaltet er sich in Hin- und Rückweg.
Und so sieht es in dem Tunnel aus, wäre ich ein wenig größer gewesen, hätte ich mich
ab und zu ducken müssen.
Es gibt die Torii auch in Kleinformat ;-).
Der abgesperrte Weg zum Gebirgspfad, links steht in Katakana übrigens "Fernseher" :-D.
Ein Ausblick über Kyoto vom Berg, auf dem die Burg steht, aus.
Das Burgtor,die Mauer ist hier zwar nicht sichtbar, aber existiert.
Hier kann man die Mauer und den Markierungsstein davor sehen.
Der Burgfried, das Herzstück der Befestigung.
Hier sieht man auch den vorgelagerten Garten der Anlage, in dem hauptsächlich Büsche zu
finden sind.