Dienstag, 27. März 2018

Ankunft in Japan

Der Verbindungszug zwischen Tokio-Narita und Tokio Hauptbahnhof.
Gestern bin ich in Japan gelandet und nach Sendai ins Wohnheim gefahren. Da ich nach der Reise total fertig war, kommt der Blogeintrag erst heute ;-).

Der Flug von Warschau nach Tokio war recht angenehm, nur war meine Sitznachbarin davon überzeugt, dass man sich quer über den Sitz und halb auf meinen legt 😅. Aber die Filmauswahl war erstaublich gut,ich konnte so zwei Filme schauen, die länger auf meiner Liste standen. Und da Blade Runner fast drei Stunden Laufzeit hat, war der Flug auch nicht so langatmig 😀.

Der Sonnenaufgang auf dem Flug war beeindruckend. Einerseits ging es sehr schnell, andererseits ist der Himmel von Violett aus einmal die Regenbogenfarben durchgegangen. Kurz darauf haben wir den Landeanflug angetreten.

Tokio-Narita ist ein recht gemütlicher Flughafen und die Einbürgerung wäre schnell gegangen, wenn ich nicht wegen des Visums herausgenommen und zu anderen Austauschstudenten gesteckt wurde. Dort habe ich dann prompt neben meinem Sitznachbar aus Mannheim ein paar Studenten aus Köln getroffen. Sie sind allerdings alle in Tokio geblieben, während ich, nachdem ich mein Geld umgetauscht habe, mich auf den Weg nach Sendai machte.

Bevor ich mein Ticket kaufen konnte, ist aber ein Kamerateam eines Fernsehsenders auf mich zugekommen, um mich zu interviewen 😅. Sie haben mich gefragt, was ich in Japan vorhabe, wo ich herkomme und sowas, war ganz lustig und hat zum Glück nicht allzu lange gedauert. Dann ging es zum den Verbindungszug, der im Bild zu sehen ist. Die Fahrt hat ungefähr 40 Minuten gedauert.

In Tokio bin ich dann auf dem 5. Untergeschoss angekommen, musste aber nicht so weit laufen, bis ich den Shinkansen gefunden habe. Nach einer kurzen Diskussion am Ticketschalter wusste ich dann wann ich wo sein soll und in welchen Zug ich einsteigen muss. Dachte ich. Denn es hat mich ziemlich verwirrt, dass mein Halt 'Sendai' nirgendwo auf der Anzeige zu finden war. Aber ich dachte mir, dass es der richtige Zug sein muss, da alle Angaben korrekt waren. Trotzdem war ich dann erleichtert, als im Zug die Haltestelle angesagt wurde.

Die Zugfahrt selbst war recht ereignislos, bis auf die Tatsache, dass ich meinen großen Koffer vor meinen Sitz quetschen musste, da es vor Ort keine andere Möglichkeit gab. Als ich in Sendai angekommen bin und aus dem Bahnhof gelaufen, hat mich eine Schülerin beinahe umgeworfen, da sie mit voller Geschwindigkeit in mich gelaufen ist. Sie sah jedoch mindestens genauso überrascht aus wie ich.

Dem Bahnhof entflohen ging es dann zur Bushaltestelle und in den Bus. Dieser hat zwar genug Platz für Koffer, aber dafür nicht genug Platz für längere Menschen als der Durchschnitt. Naja man kann auch nicht alles haben 😉. In dem Bus steigt man übrigens hinten ein und vorne wieder aus. Das Ticket bezahlt man auch erst, wenn man angekommen ist.

An der Bushaltestelle hat mir dann ein Austauschstudent den Weg zum Wohnheimkomplex erklärt, den ich dadurch recht zügig gefunden habe. Nur bin ich erst in das falsche Verwaltungsgebäude gelaufen, zum Glück ist das Gelände kompakt. Am richtigen Ort angekommen habe ich meinen Schlüssel, meinen Router und einen 40 minütigen Film über das Wohnheim bekommen. Letzteres war eine willkommene Verschnaufpause.

Kurz danach habe ich dann die Koffer auf mein Zimmer gebracht, alles eingerichtet, geduscht und mich den Mitbewohnern vorgestellt. Das Ganze ist wie eine WG aus 8 Personen aufgebaut, doch im Moment sind nur drei Andre da. Sie haben mich nett begrüßt und mir schnell erklärt, wie die meisten Sachen funktionieren und organisiert sind.

Da ich seit dem Flug nichts gegessen hatte, machte sich mein Magen bemerkbar, also ging es in der Dunkelheit zum nächsten Markt für Cup Noodles. Gesättigt und müde habe ich noch etwas telefoniert und dann geschlafen.

Heute habe ich dann die Umgebung erkundet, ein paar Vorräte gekauft und mich nochmal etwas ausgeruht. Die Zeitverschiebung ist merkwürdig, wenn ich schlafe geht in Deutschland der Mittag los und wenn in Deutschland die Betten aufgesucht werden, wache ich auf. Morgen geht es dann um 8:00 zur Bank um ein Konto zu eröffnen, da werde ich ein paar andere Auslandsstudenten kennenlernen.

7 Kommentare:

  1. Was sieht man auf dem 2. und 3. Bild?

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  2. Auf dem zweiten Bild ist eine Kreuzung nördlich vom Wohnheim zu sehen und das untendrunter sind ein paar Kirschbäume in der Nähe. Hier ist die Kirschblüte noch, weiter südlich ist es schon zu warm.

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  3. Ist das Kirschblütenfest dann schon vorbei?

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    1. Nein, in Sendai ist es innerhalb der nächsten Tage. Ich habe auch vor, dahinzugehen, wenn es der Zeitplan erlaubt.

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  4. Tse, tse, nur einen Tag in Japan und schon bist du im Fernsehn.

    Der Sonnenuntergang klingt interessant. Habe nicht gewusst, dass der Himmel auch violett sein kann. :D

    -Hubert

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  5. Ist das neben deinem Schreibtisch ein Sicherheitshelm?

    Flinke Grüße,
    Sascha

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  6. Ja, da hängt ein Sicherheitshelm, den man im Falle eines Erdbebens aufziehen muss. Es gibt auch jährliche Drills, ich weiß aber nicht, wann die genau sind.

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