Sonntag, 1. April 2018

Der Campus und der Berg

Der Fluss, der durch Sendai fließt. Ich vermute,
dass er im Moment nicht besonders viel
Wasser führt. Auf der Brücke ging ein ziemlich
starker Wind.
Damit ich morgen nicht zu spät zu meinem Treffen mit meinem Professor komme, bin ich vorgestern schon mal zum Campus gelaufen und habe sein Büro gesucht. Der Weg vom Wohnheim zum Fluss, der zwischen dem naturwissenschaftlichen Campus und dem Wohnheim liegt, ist recht angenehm und dauert auch nicht so lange. Man kommt dabei an einem großen Schrein vorbei, den ich mir auf dem Rückweg genauer angeschaut habe.

Doch der Weg hoch zum Campus ist brutal. Es ist nicht besonders weit, aber es geht ständig den Berg bei einer ziemlichen Steigung hoch. Da ich vorhabe, nicht mit dem Bus zu fahren, da es recht teuer ist, werde ich dort vermutlich täglich hochlaufen oder mit dem Rad fahren müssen. Ich sehe jetzt schon meinen Bauch schwinden und meine Beimuskulatur wachsen :-P (nicht, dass das was Schlechtes wäre).

Der Ausblick auf Sendai nach ungefähr 30%
des Weges nach oben. Mein Wohnheim ist
im Bereich links hinten.
Der Campus selbst ist recht hübsch und sehr ruhig, selbst für Semesterferien. Es hat etwas gedauert, bis ich das Physikgebäude gefunden habe, da es zwischen zwei anderen Gebäuden eingequetscht ist und die Beschilderung besser sein könnte. Im Foyer haben ein paar Leute Tischtennis gespielt, was ich als positives Zeichen sehe: sie scheinen nicht nur zu arbeiten ;-). Das Büro habe ich dann schnell gefunden.
Das große Eingangstor zu dem Schrein. Es steht
beinahe direkt am Straßenrand und wenn man
aus dem Bus aussteigt läuft man direkt rein.

Den Weg runter habe ich dann mit dem 'Sendai Loople' bestritten, einem Tourbus, der durch Sendai fährt. Da ich an einem Schrein in der Nähe des Wohnheims vorbeigekommen bin, habe ich mir den noch angesehen. Es handelt sich dabei um den 'Osaki Hachiman Schrein (大崎八幡宮前)', der von Date Masamune erbaut wurde. Laut den Tafeln und einem Besucherzettel dort werden auf dem Gelände mehrere Feste an Feiertagen abgehalten. Es ist ein recht großes Gelände mit mehreren Abzweigungen zu kleineren Gebäuden und einem langen Aufgang zum Hauptgebäude.
Das Hauptgebäude des Schreins, welches man
betreten kann. Innerhalb sind mehrere
Holzschnitte zu sehen.


Dieses steht auf einem großen Platz, auf dem mehrere kleinere Gebäude und andere Sachen stehen. Ich werde auf alle Fälle noch mit meiner richtigen Kamera zurückkommen und dort viele Bilder machen. Das eigentliche Heiligtum kann man nicht betreten, aber es im hinteren Teil des Platzes betrachten.

Gestern habe ich dann den ganzen Tag auf meine SIM-Karte gewartet. Für alle, die auch mal nach Japan wollen und dort Internet brauchen: Aufpassen! Viele Verträge laufen über 2 Jahre und haben horrende Kündigungskosten, wenn man früher aus dem Vertrag aussteigen möchte. Im Internet findet man aber mit ein bisschen Recherche auch annehmbare Tarife. Aber jetzt habe ich eine japanische Telefonnummer und Internet zum Mitnehmen, was das Leben hier doch vereinfacht.
So trocknen die Leute hier in der Gegend in der
Wäsche und in Ermangelung einer Alternative
mach ich es auch so :-D. Ich muss mal meine
Mitbewohner fragen, was sie machen, wenn es
längere Zeit regnet.

Heute war Waschtag und ich habe den Italiener des Wohnheims (Lorenzo) kennengelernt. Er ist sehr nett und der erste Student, den ich treffe, der nicht ein MINT-Fach studiert! Er studiert Japanisch im Bachelor, also nicht sehr verwunderlich, dass er hier ist (das waren seine eigenen Worte ;-)).

Ich mache mir gleich mal Tofu mit Reis und dann kann ich heute Abend meinem Pen&Paper-Hobby weiter fröhnen! Die Deutschen, mit denen ich unterwegs war, waren daran auch interessiert und einer von ihnen hat sich dazu bereit erklärt, die Runde zu leiten. Ich bin mal gespannt :-).

1 Kommentar:

  1. Ich freue mich, dass du uns auf deine Reise mitnimmst! Arigatou senpai!
    Anata no tomodachi
    Selphy

    AntwortenLöschen