Montag, 26. November 2018

Urlaub Kyoto VI: Das Mangamuseum und die Rückreise

Die Mauer der größten Burg in Osaka, hier
gibt es sogar ordentliche Burggräben ;-).
Die Bilder diesen Eintrags sind alle aus Osaka, da ich aus Kyoto an diesem Tag keine Bilder gemacht habe. Das hat nichts mit meiner Faulheit zu tun (:-P) sondern damit, dass ich den ganzen Tag im Mangamuseum war. Und dort darf man aus kopierschutzrechtlichen Gründen keine Bilder machen.

Auch hier sind mittelalterliche Befestigungen
und moderne Hochhäuser nah beieinander.
Das Museum selbst ist wirklich großartig! Es ist in den Räumlichkeiten einer alten japanischen Grundschule und sämtliche Gänge sind mit Bücherregalen vollgestellt, in denen eine riesige Menge an Manga aufgereiht sind. Und man darf und soll alles herausnehmen und lesen! Natürlich sind die Werke in Japanisch, nur am Anfang gibt es eine kleine Abteilung mit internationalen (auch deutschen) Übersetzungen.

Nachdem ich mir alles angesehen hatte, inklusive einer Ausstellung über den Machprozess eines Manga sowie in Gips verewigte Hände berühmter Mangazeichner, schnappte ich mir ein Buch, "Yuyu Hakusho", und machte mich ans Lesen. Das hat Spaß gemacht und auch funktioniert, aber ich habe mich bei meiner Lesegeschwindigkeit wie in der Grundschule gefühlt!

Der Aufgang zum Eingangstor der Burg.
Das Ganze hat den Großteil des Tages in Anspruch genommen, danach habe ich noch ein wenig die Atmosphäre der Stadt genossen und Abendessen gesucht. Nachts ist Kyoto wirklich wunderschön.

Eine Sache hat die Idylle jedoch etwas gestört: mein Rückflug nach Sendai stand auf wackligen Füßen. Der Flughafen in der Nähe von Osaka wurde ja stark von dem Taifun beschädigt und immer noch sind nicht alle Flüge gegangen. Zusätzlich fuhr die Bahn nicht mehr zum Flughafen, dafür wurde ein Shuttlebus eingerichtet, für den man aber früh vor dem Flug anwesend sein sollte.

Auch in der Burg gibt einen Schrein, der aber
mit denen in Kyoto nich mithalten kann ;-).
Deswegen bin ich recht früh abgereist um mir noch die größte Burg in Osaka anzuschauen. Mit meinem Koffer im Schlepptau ging es zu der Mauer und in den Innenhof hinein. Sie ist deutlich größer als alle, die ich bisher hier gesehen habe und der Eingang ist ziemlich verwinkelt. Auf dem Platz des Burgfriedes steht auch ein Hotel, welches wie eine europäische Burg geformt ist, was ich etwas unpassend fand. Trotzdem auf jeden Fall sehenswert!

Anschließend ging es zum Flughafen, die Zugfahrt war ereignislos und der Shuttleverkehr lief deutlich flüssiger, als es sich im Internet angehört hatte. Deswegen hatte ich genügend Zeit und konnte mich an dem kleinen Flughafen noch ein wenig umsehen.

Der Burgfried in Osaka, ich bin immer noch
beeindruckt, wie kunstvoll diese hier
gearbeitet sind.
Was dann dazu führte, dass ich von der Flughafenpolizei befragt wurde ;-). Die haben dort eine Routineüberprüfung gemacht und mir die üblichen Fragen gestellt: wo komme ich her, warum bin ich in Japan, an welcher Uni, usw... Waren aber unglaublich nett und freundlich, so einen Service würde ich mir z.B. in Amerika auch wünschen.

Der Flug verlief auch reibungslos und so habe ich auch mal den Flughafen von Sendai gesehen. Der ist ein wenig außerhalb, aber es gibt eine direkte Bahnverbindung zum Hauptbahnhof, was die Rückreise sehr komfortabel gestaltete.

Und noch ein letztes Bild von Kyoto, die Flusspromenade am Abend. Das Wasser ist übrigens
vielleicht gerade knöcheltief und unglaublich klar.

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