Sonntag, 18. November 2018

Urlaub Kyoto V: Die kaiserlichen Paläste

Das erste Gebäude, das man auf dem Gelände
sieht, es ist das Gästezimmer.
An meinem zweiten Tag in Kyoto hatte ich mich für eine Führung durch die kaiserlichen Gebäude und Gärten angemeldet. Ich hatte Glück noch einen Platz zu bekommen und es gab sehr eindeutige Anweisungen, wann man sich wo einfinden sollte. Pro Tag gibt es drei oder vier Führungstermine für bis zu 15 Teilnehmer. Ohne eine solche Führung darf man das Gelände auch nicht betreten.

Bei der Führung waren hauptsächlich Japaner dabei, aber auch Chinesen, Amerikaner und ich Deutscher :-D. Die Leiterin hat nur in Japanisch gesprochen, für alle, die das nicht verstehen gibt es Audioguides. War praktisch, aber einmal ging die Route etwas anders, sodass die Anweisung aus dem Guide und die der Leiterin sich unterschieden haben.
Der hintere Abschnitt des Gebäudes, es ist
recht groß.

Der Großteil der Anlage besteht aus einem Garten mit einem großen Teich in der Mitte. Man umrundet bei der Führung letztendlich diesen Teich, auf den sich der Kaiser und seine Frau fahren lassen können. Um das Gewässer herum sind auch die ganzen Gebäude angelegt, von dem Gästehaus über einen Schrein bis zum Teehaus. Die Gebäude selbst kann man aber nicht betreten.

Auf der rechten Seite befindet sich einer der
Piers, an denen der Kaiser mit dem Boot
übersetzen kann.

An dem Tag hat es zwar nicht mehr geregnet, aber es war ziemlich bewölkt. Trotzdem war der Garten sehr schön und auch anders als die, die ich bisher gesehen hatte. Er ist deutlich offener, mit einem längeren Steinstrand am Teichufer.

Die Führung selbst war teils etwas hektisch und die Leiterin hat wenig Rücksicht auf Leute genommen, die langsamer gegangen sind. Bei manchen Motiven hätte ich mir gerne mehr Zeit genommen, aber es ging schon.

Diese Brücke war das Ziel der ersten Etappe
der Führung. Wenn ich mich richtig erinnere
hat ein Kaiser sie für seine Frau bauen lassen.
Nach Ende der Tour war es schon früher Nachmittag, aber es gibt ja noch einen zweiten Palast! Für diesen benötigt man keine Anmeldung und es gibt auch keine Führung. Dort sind die Ställe und Quatiere der wichtigsten Adligen zu finden. Den Informationsplaketten nach haben jene sehr oft eine Variante von Fußball gespielt um seine Majestät zu unterhalten. Und zwar in Roben mit langen Ärmeln!

Hier waren deutlich mehr Gebäude und weniger Garten, außerdem war der Weg vorwärts eindeutig ausgeschildert. Viel war nicht los, sodass ich mir hier Zeit nehmen konnte, um alles in Ruhe anzuschauen.

Der Steinstrand am Teichufer, auf der linken
Seite befindet sich die Brücke.
Als ich mit diesem Palast fertig war, habe ich mich noch schnell auf den Weg zu den nordwestlichen Schreinen gemacht, damit ich auch wirklich alles in der näheren Umgebung gesehen hatte. Zu dem Zeitpunkt war es aber schon recht spät, was dazu führte, dass ich der einzige Besucher war :-D. Waren auch hübsche Gebäude und Gärten aber zu diesem Zeitpunkt hatte ich ja sehr viele Exemplare in Kyoto gesehen.

Am Abend machte ich mich auf die Suche nach etwas zu essen und bin mehr oder weniger zufällig in ein kleines japanisches Restaurant gegangen. Dort hatte ich das beste Essen meines ganzen Urlaubs: Sukiyaki, eine dickflüssige Suppe mit Pilzen und Rindfleisch, die man mit Udon zusammen isst. Die Bedienung war ebenfalls sehr nett und hat sich sehr darüber gefreut, dass ich mit ihr Japanisch gesprochen habe :-).

Ein Blick von der anderen Seite der Brücke auf den Steinstrand.
Ein weiteres Bild von dieser Seite, ein wenig weiter vom Ufer weg.
Das Ende des Teichs mit einer Insel in der Mitte, auf der der Kaiser sich angeblich früher
manchmal aufgehalten hat.
Das Teehaus auf dem Gelände, welches aber schon länger nicht mehr verwendet wurde.
Das Eingangstor des anderen Palastes, wobei der Besuchereingang woanders ist.
Die Ställe für die kaiserlichen und allgemein adligen Pferde, heutzutage steht das Gebäude
leer.
Der Durchgang zum zweiten Teil der Anlage im vertrauten Rot.
Ein weiteres großes Gebäude, dass ich aufgrund des limitierten Platzes nicht ganz aufs Bild
bekommen habe.
An diesem Gebäude finde ich die schwarz-weiße Abstützung sehr hübsch.
Natürlich wäre der Palast ohne seinen eigenen Teich und Garten nicht vollständig ;-)-
Hier war es etwas schattiger, was zusammen mit dem Moos und flachem Wasser ein
interessantes Motiv ergibt.
Der Bereich in dem die nordwestlichen Tempel liegen, hier sind viele kleine abgeschlossene
Bereiche.
Hier stehen auch viele alte Bäume, die nachts bestimmt für eine gruselige Stimmung sorgen.
Dank des langen geraden Weges kann man gut die Fluchtpunktperspektive üben :-D.

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