Sonntag, 1. Juli 2018

Okonomiyaki und das International Festival

Der angekündigte Okonomiyaki von letzter
Woche, in diesem Fall mit Miso.
Letzte Woche Sonntag wollten wir ja Okonomiyaki essen gehen, was sich letztendlich als kompliziert herausgestellt hat. Der All-you-can-eat-Laden war nämlich wegen Bauarbeiten geschlossen, was jedoch nicht auf der Internetseite zu sehen war. Da es zu dem Zeitpunkt schon früher Nachmittag war, hatten die meisten anderen Restaurants geschlossen.

Deswegen sind wir ein wenig shoppen gegangen, und in einem kleinen Teeladen in einer Seitengasse gelandet. Dieser wird von einem
Ein Überblick über das Fest vom russischen
Stand aus, es war recht viel los.

älteren Herren und seinem Sohn geführt. Wir waren kaum drin, haben sie schon kleine Hocker aufgestellt und uns Tee serviert, einen Sencha. Wir haben uns dann auch unterhalten und am Ende der ganzen Geschichte bin ich Besitzer einer Packung gemischten Genmaichas (also Tee mit Reiskörnern darin) geworden. Die Verkaufsstrategie hat also funktioniert ;-). Ich überlege mir auch, ob ich mir ein portable Teekanne aus der man trinken kann, zulege.
Am deutschen Stand war eigentlich immer
eine lange Schlange, die Bratkartoffeln sind
wohl gut angekommen.

Abends sind wir dann zu einem Okonomiyakirestaurant gegangen, das aber kein All-you-can-eat angeboten hat. Je nach Komplexität durfte man das selbst am Tisch auf einer heißen Platte zubereiten oder es wurde einem fertig gebracht. Es gibt die Pfannkuchen in allen möglichen Geschmackrichtungen, die Basis ist jedoch immer ein japanischer Kohl. Mein Favorit war Rindfleisch mit grünen Zwiebeln, da das nicht so massig war, wie die Varianten mit Käse. Kann man aber auf alle Fälle nochmal essen!
Es gab auch eine Bühne, auf der Musik gespielt
oder Bauchtänze aufgeführt wurden. 
 


Unter der Woche ist nicht viel besonderes passiert, ich hatte nur am Mittwoch eine längere Diskussion mit dem Vortragenden, die leider zu nichts geführt hat. Dafür ist die Vorlesung am Donnerstag ausgefallen, da der Professor in Großbritannien war.

Eine Trommelaufführung (sie heißen im
Japanischen Taiko), man hat sie ohne Probleme
auf dem ganzen Platz gehört.
Heute war dann das 33. International Festival von Tufsa, der internationalen Studentenorganisation der Universität. Es gab dort hauptsächlich Essen von ungefähr 20 verschiedenen Ländern und ein Programm mit Musik sowie Tänzen. Das Essen war gut, ich hatte ein philippinisches Hühnchengericht und kambodschanisches Curry.

Dank der Hitze haben sich die meisten Menschen im Schatten am Rand oder unter den Zelten aufgehalten. Selbst viele Japaner hatten ihre Probleme, da es leider auch kein kostenloses Wasser in irgendeiner Form gab. Ansonsten war das Fest aber sehr gut organisiert.

Neben Essen und Aufführungen gab es auch ein paar Stände mit Informationen über Länder und Dingen, die man ausprobieren konnte. Unter anderem wurde eine Plastik-/Lederreplik einer Samurairüstung angeboten, die man anziehen konnte. Das habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen!
Leider nicht echt, aber trotzdem
interessant, sowas mal zu tragen!

Besonders war auch noch die Aufführung der Cheerleadertruppe der Uni. Eine traditionelle Cheerleaderperformance in Japan besteht anscheinend nicht nur aus der bekannten amerikanischen Vorführung der Frauen, sondern hat noch eine komplettes Blasorchester, das typische deutsche Blasmusik spielt, und ein paar Männer, die die ganze Zeit das Publikum anschreien und posieren. Auf alle Fälle ungewohnt und ein Mischmasch vieler verschiedener kultureller Einflüsse.

Am Ende gab es noch eine Tombola, bei der am Ende sogar Preise wie ein Kindle und Tickets nach Disneyland dabei waren! Ich habe leider nichts gewonnen, aber ich frage mich, wo die Organisation so viel Geld herbekommen hat.

Alles in allem ein schönes Fest, ich hatte viel Spaß.
Die Cheerleader der Universität mit dem dazugehörigen Blasorchester.


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