Montag, 4. Juni 2018

Vortrag und Katastrophenschutzübung

Das Handbuch zum Erdbebenschutz,
da ich keine Bilder während der
Übung machen konnte, wird das
das Bildmaterial heute ;-).
Am Mittwoch war mein Vortrag vor der Arbeitsgruppe über meine Arbeit an der Uni Saarland. Der lief sehr gut, allerdings hatten die Studenten Probleme das Thema zu verstehen, da ihr Englisch ja nicht besonders gut ist. Meine Notizen, die ich auch ausgeteilt habe, halfen ein wenig, aber das Tempo war wohl zu stramm, dass sie schnell genug mitlesen konnten. Der Vortrag ging trotzdem eine Stunde und dann gab es noch eine Fragerunde von den Professoren, die ich aber alle beantworten konnte. Sie waren von dem Ergebnis der Arbeit überrascht, aber sagten, dass sie keine Fehler oder Fehlinterpretationen finden konnten. Mein nächster Vortrag ist am 22. Juni über ein Paper, dass mit meiner Arbeit in Deutschland zusammenhängt.

Freitags ging es dann wieder ins Labor und endlich durften sowohl Ren als auch ich mal was machen. Es wird wohl noch ein wenig dauern, bis ich alles genau verstehe, aber die groben Abläufe habe ich drin. Es gibt allerdings auch eine recht gute Schritt für Schritt-Anleitung für die Experimente, die wir da machen. Das größte Problem ist, dass man lange warten muss, bis alle Geräte laufen, da viele ein Problem mit Wärme haben oder hochheizen müssen. Sobald das aber alles läuft, kann man gut daran arbeiten.

Am Samstag Morgen um 9:00 fing dann die Katastrophenschutzübung an, indem die Sirene angeschaltet wurde. Ich muss aber sagen: ich weiß nicht ob ich davon aufwache, wenn ich schlafe ^_^''. Neben mir hat sich nur noch ein anderer Mitbewohner aufgerappelt und zum Evakuierungspunkt bewegt, der Rest war entweder weg oder hat die Übung ignoriert. Auf dem Weg zum Platz wurden wir beide dann gefilmt, allgemein waren bei der ganzen Aktion mehrere Kamerateams um das zu dokumentieren. Dabei sind sie auch öfter mal in die Quere der Helfer gekommen, was diese verständlicherweise gar nicht amüsant fanden.

Auf dem Platz stand dann ein Erdbebensimulationsfahrzeug, das mit Ökostrom betrieben wird, in das man reingehen konnte. Die Gelegenheit habe ich natürlich direkt ergriffen! Laut der Helfer war das ein Erdbeben der Stärke 6 auf der Richterskala und das ging schon ziemlich zur Sache. Wir saßen zu viert an einem Tisch und waren an die Stühle angegurtet. Ein großes Problem war allerdings, dass das anscheinend Schulstühle waren und damit so klein, dass meine Beine gar nicht unter den Tisch gepasst haben. Der andere Ausländer, der das mit mir gemacht hat, hatte auch seine Probleme. Danach wurden wir dann zu einem Training gefahren, in dem wir viele praktische Übungen gemacht haben.

Das Ganze hatte eher den Flair eines Tages der offenen Tür der Feuerwehr, als eine klassische Feuerschutzübung. Ich habe so gelernt, wie ich mich in einem rauchgefüllten Raum orientiere, wie ich eine verschüttete Person rette, wie ich mit wenigen Hilfsmitteln Reis koche und eine praktische Übung mit dem Feuerlöscher war auch dabei. Zusätzlich konnte ich so mein Wissen zur Wiederbelebung aus der Fahrschule auffrischen, außerdem wurde uns erklärt, wie wir automatische Defibrilatoren verwenden.

Diese Woche ist bei mir weniger als sonst los, da heute meine Vorlesung ausgefallen ist. Das war aber ganz praktisch, da ich so heute meinen Großeinkauf machen konnte. Nächste Woche findet dann ab Dienstag bis Freitag ein Seminar über Kosmologie statt, auf das ich sehr gespannt bin.

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