![]() |
| Links ist der Supermarkt von Ikinomaki zu sehen und das UFO rechts ist das Mangamuseum der Stadt. |
Es war echt ein interessantes Gefühl jetzt derjenige zu sein, der vom Leben hier ein wenig Bescheid weiß ;-). Die allermeisten leben jedoch leider in Aobayama (obwohl viele das Wohnheim recht weit unten auf der Präferenzliste hatten), weswegen ich nicht weiß, wie viel wir miteinander zu tun haben werden.
![]() |
| Die Figur eines alten Science-Fiction-Mangas, die in dem Museum steht. In dem Gang sind eine ganze Menge von denen. |
An meiner Forschungsarbeit gibt es bisher keine großen Änderungen, jenachdem wie schnell Ergebnisse zustande kommen, erweitern wir die Probe noch auf andere Moleküle.
![]() |
| In dem Mangamuseum gab es auch eine Sonderausstellung zu Charakteren aus dem Magazin, in dem "Hello Kitty" veröffentlich wird. |
![]() |
| In dem Museum kann man auch nachvollziehen, wie Animateure arbeiten, indem man Charaktervorlagen nachzeichnet. |
Treffpunkt war in der Innenstadt von Sendai, die Busfahrt nach Ishinomaki, so heißt die Stadt, dauert so anderthalb Stunden. Wir waren ungefähr 13 Personen, es war auch eine japanische Familie mit dabei. Die meisten waren aber Studenten der Universität.
Das erste Ziel war das Wiederaufbaubüro der Stadt, sie wurde nämlich 2011 schwer vom Tsunami beschädigt. Die gesamte Küstenlinie wurde überschwemmt, teilweise stand das Wasser 15m hoch, sodass einige Gebäude auch einfach mitgerissen wurden. In dem Büro hat uns ein Brite mit deutschen Wurzeln, der seit 25 Jahren in Ishinomaki lebt, erklärt, welche Stadtteile wie stark beschädigt wurden und wie der Wiederaufbau vorangeht.
![]() |
| Das Teehaus, in dem am zweiten Tag die Zeremonie stattfand. |
In dem Museum trafen wir auch unsere Gastfamilien, in meinem Fall eine hochschwangere Japanerin mit vietnamesischem Ehemann. Wir sind nach der Begrüßung zu ihrem Zuhause gefahren, wo ich ihre Eltern kennenlernte und wir gemeinsam mit ein paar Freunden der Familie zu Abend aßen.
![]() |
| In dem Garten um das Teehaus werden auch ein paar Koikarpfen gehalten. |
Zu Essen gab es sehr viel verschiedenes, von Fisch bis zu Nudelsuppe alles nacheinander. Es hat sehr gut geschmeckt und am Morgen hatte ich dann auch mein erstes japanische Frühstück: Würstchen mit Spiegelei und Reis.
![]() |
| Ein anderer Winkel des Teehauses, aus dem man mehr des Gartens sieht. |
Am nächsten Tag haben wir dann ein Fest der örtlichen Kampfkunstgruppen besucht, das reichte von Judo über Kendo und Karate bishin zum Niganata, einem japanischen Speer. Meistens wurde die "Kata", eine kunstvolle Darstellung der Techniken vorgeführt, bei den Speeren war es aber ein wenig anders. Diese wurden von einer komplett weiblichen Gruppe vorgestellt, die zu dem "Radetzky-Marsch" von Strauss mit den Naginata posiert haben und "marschiert" sind. Bei mir hat das Ganze eher "dunklere" Assoziationen geweckt... Ansonsten war die Veranstaltung aber sehr interessant und beeindruckend.
![]() |
| Endlich habe ich mal bei Bingo was gewonnen :-D! |
Zu Ende ging es zum Teehaus für die Zeremonie, bei der ich mehr oder weniger das "Versuchskaninchen" war. Denn die Betreiberinnen haben erstmal geschaut, was ich mit dem präsentierten Tee mache, bevor sie den anderen erklärten, wie man ihn richtig trinkt. Das Ganze ist ziemlich kompliziert, bis zur Rotationsweite der Teetasse in der Hand ist alles genau geregelt. Der Tee war gut und der Einblick in dieses Stück Kultur faszinierend.
Anschließend lud mich die Veranstalterin des Austauschs aus irgendeinem Grund noch zu einem Chopinkonzert in Sendai ein, das ich am Mittwoch besuchen werde. Wieso sie gerade mich (und nur mich) angesprochen hat, kann ich mir nicht erklären. Danach war es schon Zeit für den Abschied, aber wir versuchen im Kontakt zu bleiben.
Zurück in Sendai ging es direkt weiter zur Willkommensparty vom Wohnheim, bei deren Bingo ich den ersten Preis gewonnen habe! Ich habe auch viele neue Leute kennengelernt und es scheint wieder Hoffnung für die Pen&Paper-Gruppe zu geben ;-). Heute ist Feiertag in Japan, am Donnerstag geht es mit dem Sprachkurs an der Uni wieder weiter.








Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen