Donnerstag, 4. Oktober 2018

Urlaub Tokio VI: Der imperiale Platz und die Weiterreise

In der Nähe des Bahnhofs
stehen auch ein paar moderne
Hochhäuser.
Da ich morgens auschecken musste und das Hostel recht weit vom Busbahnhof entfernt ist, habe ich mein Gepäck in ein Schließfach am Bahnhof verfrachtet. Wie so vieles kann man das mit der Suica-Karte benutzen, aber ein freies Fach zu finden, hat mich durch den ganzen Hauptbahnhof geschickt ;-).

Anschließend ging ich in eine naheliegende Bücherei, da ich auf meinen Bekannten aus Japan wartete. Diese erstreckt sich über 4 oder 5 Stockwerke und hat sogar eine Sektion mit englischen Büchern! Aber ich habe dort etwas anderes interessantes gefunden: die komplette Kollektion der "A Manga Guide to"-Serie, eine Reihe in der verschiedene wissenschaftliche Themen in einem Manga behandelt werden. Das erste Mal habe ich davon über eine Literaturempfehlung eines Professors gehört und seitdem immer Mal danach Ausschau gehalten. Ich bin jetzt stolzer Besitzer des Bandes über Fouriertransformationen in Japanisch :-D.

Am Eingang zum Platz vor dem Palast liegt ein
ziemlich breiter Fluss.
Nach Ankunft des Bekannten gingen wir zum imperialen Palast, da dieser direkt gegenüber vom Bahnhof liegt. Dieser ist meistens, wie auch an jenem Tag, für die Öffentlichkeit geschlossen und es gab in dieser Woche auch keine Führungen. Aber was man von dem riesigen Platz aus sieht ist auch ganz interessant. Anfangs war es recht ruhig, aber dann kam auf einmal eine riesige Touristengruppe angestürmt und hat den Platz belagert ;-).

Nach diesem Erlebnis gingen wir etwas zu Mittag essen und zwar in einem Restaurant, das von einem Küchengerätehersteller betrieben wird.

Ein paar kleine Bögen gibt es dort auch.
Dort gab es etwas, das ich schon seit einiger Zeit nicht mehr hatte: Maultaschen! Die waren auch echt gut. Das Konzept des Restaurants ist, dass man mit den Geräten, die da rumstanden seinen Reis wiegt oder einen Essenstimer stellt. Mein Begleiter war da ganz vernarrt drin, aber ich hab nicht kapiert, was daran so toll sein soll.

Danach haben wir uns noch in dem Stadtteil umgesehen, aber allzu viel Neues gab es da nicht mehr zu sehen. Unter anderem auch, da es relativ direkt in Ginza übergeht, wo ich am vorherigen Tag ja schon war.

Ein paar weitere Gebäude in der Nähe des
Palastes.
Dann ging es schon auf den Abend zu und ich machte mich auf den Weg zurück zum Schließfach, verabschiedete mich von meinem Begleiter und brach zum Busbahnhof auf. Dort war deutlich mehr los, als in Sendai, vermutlich da der Bus nicht nur nach Kyoto, sondern auch weiter nach Süden fuhr.

Der Bus war zwar eigentlich ganz gemütlich, aber irgendwie habe ich keinen Schlaf finden können, sodass ich morgens um 5 müde in Kyoto ankam. Was dort dann so passiert ist, schreibe ich im nächsten Eintrag.

Der Burggraben und ein Eckgebäude des Palastes, das gesamte Wasser war mit Pflanzen
bedeckt.
Der Ausblick über den Palastvorplatz auf das Finanzviertel von Tokio. An Neujahr ist der gesamte
Platz anscheinend komplett mit Menschen aufgrund der Feierlichkeiten gefüllt.
Einen Blick auf die Palastgebäude kann man doch vom Platz aus erhaschen.
Das Finanzviertel in Nahaufnahme, eines der Gebäude ist übrigens die nationale Polizeistelle
Japans.
Überall über den Platz sind kleine oder große Grünanlagen verstreut, wahrscheinlich sind
einige der Bäume ziemlich alt, so wie ich die Japaner einschätze.
Diese Brücke ist schon Teil des eigentlichen Palastes und deswegen nicht erreichbar für
Normalsterbliche ;-).
Ein General, der nach einem erfolgreichen Putsch eines Shoguns den Palast für den
legitimen Kaiser zurückerobert hat. Lange hielt dessen Herrschaft aber nicht an, nur 4
Wochen, wenn ich mich richtig erinnere.
Ein kleiner Garten zwischen den ganzen Gebäuden direkt neben einer Museum.
Ein bayrisches Restaurant in Tokio, das aber (zum Glück) geschlossen war, als wir dort ankamen.
Eine Unterführung, in der eine Menge an kleinen Imbissen stehen und zum Bahnhof führt.

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